Lernen ist die Voraussetzung dafür, dass ich mich anschließend am Piano
spielen kann. Diese Ziele sind gleichzeitig meine Motive. Die Motivation zum Lernen ist sehr wichtig. Denn Lernen bedeutet Veränderung. Mit der Veränderung verbunden ist eine erhöhte Erregung, die als Belastung empfunden wird. Entsprechend der persönlichen Verfassung sowie dem Könnensstand empfiehlt es sich, die Ziele des Lernprozesses zu unterscheiden. Dabei dient die Einteilung der Lernziele der Motivation und somit dem Lern-Erfolg. Denn Lernen beinhaltet mehr als nur die Ökonomisierung des eigenen Energieverbrauchs.
Lernen ist auch Erfolgstraining und zielt unmittelbar auf die Selbstwirksamkeit als Basis der psychischen Gesundheit in jedem Alter ab. Unabhängig vom jeweiligen Thema oder Schwerpunkt dient jegliches Lernen dazu, die Lust aufs Lernen zu steigern. Wer erfolgreich lernt, will noch mehr lernen. Diesem Erfolgskreislauf dürfen wir uns bedenkenlos hingeben. Denn den Antrieb zum Lernen bekommen wir in Form des Neuromodulators Dopamin vom Nucleus accumbens und das Glücksgefühl für erfolgreiches Lernen wird von dem körpereigenen Opioid Beta-Endorphin erzeugt. Lebenslanges Lernen kann also richtig Spaß machen!
Zum Klavier spielen lernen Netzwerke aufbauenNeu lernen bedeutet, dass man zuerst ein Netzwerk aus den neuen Begrifflichkeiten aufbauen muss. Dieses Netzwerk muss eine klare Orientierung ermöglichen. Anschließend wird jede weitere Neuigkeit in das bereits bestehende Netzwerk eingebunden.
Diese integrative Struktur des Lernens zieht die Forderung nach sich, die Bedingungen für die ersten Lernschritte so einfach wie nur irgend möglich zu gestalten. Auch wenn die ersten Erfolge genau genommen sehr bescheiden sind, so dienen sie doch dazu, ein erstes einfaches Netzwerk zu installieren, in das anschließend die anspruchsvolleren Inhalte integriert werden können. Ein konkretes Beispiel für diesen methodisch-didaktischen Ansatz finden Sie am Ende dieser Seite zum Thema Leuchttasten-Keyboard.
Lernen braucht Zeit. Das heißt, die Neuigkeiten stoßen in den Nervenzellen Veränderungen an. Diese brauchen Zeit,
Vor allem am Anfang des Lernprozesses ereignet sich der Lernfortschritt nebenbei. In dieser Phase würde ein zu intensives Wiederholen die Aufbauprozesse des Neuen nur stören. Hier ist es besser, wirklich nur so lange zu üben, wie man gerade Lust hat. Wenn man dann Pause macht, passieren in den Netzwerken des Gehirns die entsprechenden Anpassungen. Optimal ist es daher, wenn Sie die Gelegenheit haben, sich mehrfach am Tage kurz ans Klavier zu setzen. So bleibt Ihnen auch garantiert der Spaßfaktor erhalten!
Zum Neu Lernen Lernen Sie nur, so lange Sie Lust dazu habenIm Sport haben Wissenschaftler einst das so genannte Intervall-System erfunden. Diese Trainingsmethode kennt aber bereits jedes Kind. Denn das Lernen funktioniert bei Kindern nach dem natürlichen Lustprinzip. Wenn Kinder keine Lust mehr haben, etwas zu tun, dann ist das Gehirn gerade mit einer anderen Aufgabe wie z.B. dem Verarbeiten des Neuen beschäftigt.
Dieser Gedanke gibt einen ersten Hinweis auf natürliche Lernformen. Ein ganz wichtiger Motor für die Entwicklung ist das Vorbild. Mit dem Vorbild unmittelbar verbunden ist die Lerntechnik des Nachahmens. Daher spielt für ein effizientes Lernen das Vorbild sowie die Beziehung des Lernenden zu dem Vorbild eine bedeutende Rolle. Darüber hinaus ist es wichtig, dass das jeweilige Lernklima ein Nachahmen erlaubt beziehungsweise es wertschätzt - und sich die Lernenden an nachahmenswerten Vorbildern orientieren können. Denn Vorbilder sind die Auslöser für das Unmögliche: Die Selbstorganisation des Lernens, wie man es zum Beispiel bei jedem gesunden Kind staunend bewundern kann.
Zum Neu Lernen Seien Sie tolerant mit sichVor allem beim Lernen von Erwachsenen schadet die eigene Ungeduld. Da man glaubt, Lernen müsste schneller gehen, ist man mit sich selbst ungeduldig und setzt sich unter den Druck einer überzogenen Erwartungshaltung. Der Fehler liegt hier vor allem in der Einstellung. Nicht der Prozess des Lernens interessiert uns Erwachsene. Nein, wir wollen bereits am Ende angekommen sein. Uns interessiert eigentlich nur das Ergebnis des Lernprozesses, nämlich das Können. Dabei wird das Können doch erst dadurch wertvoll, dass jemand diesen Entwicklungsprozess erfolgreich bewältigt hat. Andernfalls wäre das Klavier spielen ja gar nichts Besonderes! Unsere Einstellung zum Lernen ist daher gleichzeitig der Schlüssel zum Lernerfolg.
Aktuell werden in unserer Gesellschaft die Argumente immer konkreter, die uns dazu auffordern, unsere Aufmerksamkeit verstärkt der Potenzial-Entwicklung zu widmen. Das größte Potenzial, das wir Menschen haben, ist die Fähigkeit, lernen zu können. Aufgrund der sich immer schneller verändernden Lebensbedingungen wird also die Lernfähigkeit immer bedeutsamer. Gleichzeitig macht es Sinn, sich nicht jeder Entwicklung kritiklos anzupassen, sondern die Richtung der Entwicklung zu gestalten, indem wir uns der Sinn-Frage stellen.
Die Potenzial-Entwicklung betrifft zwar genau genommen zuerst einmal die Kinder. Bei den Kindern geht es darum, das genetisch bedingte Potenzial durch Nutzung wie zum Beispiel das Musizieren zu erhalten. Doch aufgrund unserer früheren Erfahrungen sind wir Erwachsenen gegenüber dem Lernen häufig negativ geprägt. Diese Einstellung können wir ändern, indem wir beim Klavier spielen neue Erfahrungen sammeln. Denn wir werden bei diesem Lernprozess von den positiven Wirkungen der Musik begleitet. Eine entsprechende pädagogische Anleitung vermittelt uns darüber hinaus die Möglichkeit, Lernen mit dem positiven Gefühl von Erfolg neu zu verknüpfen!
Zum Neu Lernen Vorsicht: Ungleicher Wettbewerb!Das Risiko von Frustrationserlebnissen ist übrigens besonders hoch, wenn Sie als Mutter oder Vater gleichzeitig mit Ihren Kindern anfangen das Klavier spielen zu lernen. Falls Sie bereits einen Vorsprung zu Ihren Kindern haben, dann können Sie davon eine Zeit lang zehren. Aber bei einem gleichzeitigen Start werden Sie möglicherweise sehr schnell frustriert aufgeben. Bei Kindern ereignet sich nämlich das Lernen aufgrund eines genetisch bedingten Überangebots von Nervenzellen und Verknüpfungen quasi wie von selbst. Anstatt in kleinsten Einheiten zu üben und die eigentliche Lernarbeit an das Unterbewusstsein zu delegieren, kämpfen wir Erwachsenen mit unserer Ungeduld und brauchen vergleichsweise mehr Zeit und Energie.
Zum Neu Lernen Freuen Sie sich auf neue Erfahrungen!Wie die moderne Hirnforschung gezeigt hat, ist es tatsächlich möglich, lebenslang zu lernen. Während unseres ganzen Lebens werden neue Nervenzellen produziert, können neue Verknüpfungen erstellt und Netzwerke ausgebildet werden. Diesen Vorgang nennt man Neurogenese. Das heißt im Klartext: Für das Lernen des Klavierspielens gibt es kein zu alt sein mehr!
Das Klavier macht Musik und Musik bereitet Ihnen gute Laune. Klavier zu lernen, ist für viele eine große Sehnsucht, ein großer Wunsch. Lassen Sie sich daher von mir ermutigen: Leben Sie Ihren Traum jetzt, damit Ihr Leben traumhaft wird!
Aktuell verfügen wir über eine längere Lebenszeit. Davon erhofft sich unsere Gesellschaft Antworten auf die Sinnfrage, die uns nur die Älteren liefern können. Konkret geht es um die Chance, dass die zunehmend länger lebenden Menschen erstmals sowohl über die Erfahrung eines ganzen Lebens als auch die Zeit verfügen, die Fragen nach dem Sinn des Lebens zu beantworten. Damit könnte eine dramatische Veränderung eingeleitet werden, die diesmal nicht von der rebellierenden Jugend sondern von den über ihr Leben nachdenkenden Großmüttern und Großvätern ausgelöst wird. Das ist nicht wirklich erstaunlich, seitdem wir wissen, dass es die Alten sind, die keine Angst vor der Zukunft haben. Nutzen wir also gemeinsam dieses Potenzial an Angstfreiheit zur Gestaltung einer menschlichen und somit sinnvollen Zukunft!
Verschiedene Denkmodelle sind die Ursache für die Aufspaltung des Menschen in Körper, Geist und Seele. Diese Trennung in Einzelteile hat Auswirkungen auf das gesellschaftliche Miteinander. Daher brauchen wir jetzt nicht nur ein Umdenken sondern Quantensprünge. Beginnen Sie also nicht nur mit 50 das Klavier spielen zu lernen, sondern streben Sie gleich die nächste Stufe an: Werden Sie Klavierlehrer für Ihre Altersgruppe! Das ist ein konstruktiver Beitrag, um jetzt das neu entstehende Potenzial des Alters zu entdecken. Sie wissen ja: Große Ziele entwickeln auch große Anziehungskräfte!
Zum Neu Lernen Lernen Sie, was Sie wollen!Uns Menschen zeichnet die Kultur aus. Denn eine kulturelle Leistung ist das Ergebnis des Bemühens einer Generation. Das Kulturgut wird an die nächste Generation übergeben. Das nennt man transgenerationales Lernen. Zu dem Kulturgut Klavier spielen haben wir eine besondere Beziehung, da das Instrument aus unserer Region stammt und die Klaviermusik von Komponisten aus unserer Region wesentlich beeinflusst worden ist.
Das Klavier sowie das Klavierspiel kann man nun dazu benutzen, das Lernen selbst einmal als Kulturgut zu betrachten, um den Lernprozess aller Generationen gezielt zu fördern. Das sich gerade entwickelnde Alterspotenzial birgt in sich den Schatz der Wiedervereinigung zwischen Großeltern und Enkeln, um sich gegenseitig lernend zu motivieren. Konkret geht es darum, dass die Großmütter und Großväter die Gelegenheit haben, sich über das Klavier spielen fit zu halten. Gleichzeitig können sie ihren Enkeln ein Vorbild sein und diese in ihrer Entwicklung unterstützen und aktiv begleiten. Wie wir aktuell aus der Biologie erfahren, werden in der Entwicklung des Menschen die in den Genen enthaltenen Befehle nicht 1:1 umgesetzt. Vielmehr wird der genetische Code je nach Umgebungsbedingungen interpretiert und somit lediglich lernend in die Entwicklung integriert. Um also sicher zu gehen, dass Ihre kulturellen Codes eine Chance zur Weiterentwicklung erhalten, müssen Sie Ihre Enkel aktiv begleiten.
Zu den Chancen des Klavierspiels für alle Altersklassen finden Sie auf meinen Webseiten Man müsste Klavier spielen können sowie Klavier spielen tut mir gut weitere Informationen.
Zum Neu Lernen Neue Netzwerke absichernDas neu Gelernte muss erst einmal in die bestehenden Netzwerke eingebunden werden. Dabei wird es möglichst vielfältig verknüpft. Nur so kann es anschließend differenziert eingesetzt werden. Erst nach der erfolgreichen Integration in die bestehenden Netzwerke wird das Hinzugelernte auch variabel verfügbar sein.
Zum Inhalte verfügbar machen Routine setzt Aufmerksamkeit freiErst wenn ich das Neue stabilisiert habe, kann ich darüber verfügen. Wenn ich mich also über das Klavierspiel harmonisieren möchte, dann muss ich vorher etwas können. Mit hochkonzentriertem Anfängerspiel kann sich nämlich niemand erfolgreich harmonisieren. Vielmehr würde man mit einem solchen Ansinnen genau das Gegenteil erreichen: Man würde sich selbst nur noch mehr aufregen!
Zum Inhalte verfügbar machen Erfahrung mit der Belastungssituation sammeln - oder den Focus verändernEin weiterer Aspekt des Stabilisierens ist die so genannte Podiums-Angst. Viele Klavierspieler bringen es nicht fertig, vor einem Publikum zu spielen. Dabei würden sie doch gerne vorführen, was sie alles können. Diese Klavierspieler brauchen eine gezielte Hilfestellung. Denn es geht darum zu lernen, wie man mit dem in der Vorspiel-Situation auftretenden Stress erfolgreich umgehen kann. Es handelt sich also um Stress-Training. Wer das erfolgreich meistert, der wird davon im Transfer auch in anderen Lebenssituationen profitieren.
Dass man die Angst vor dem Vorspielen so häufig antrifft, hat etwas mit der Ausrichtung des Klavierunterrichts zu tun. Denn hier geht es von Anfang an um das Erreichen des Endziels, das Vorspielen heißt. In diesem Sinne ist der Unterricht darauf ausgerichtet, lediglich Stücke nachzuspielen, anstatt selbst kreativ die Musik gestalten zu lernen. Die Änderung der Ausrichtung von der Außen- zur Innenorientierung des Musizierens würde automatisch von der Angst des Vorspielens befreien. Vermutlich würde sich stattdessen von ganz alleine die Lust am Vorspielen einstellen!
Zum Inhalte verfügbar machen Gefühle als Leitlinie für den inneren DialogBei Wikipedia kann man zum Thema Interpretation folgendes lesen:
Eine Interpretation bezeichnet man als gelungen, wenn das volle Klang-, Ausdrucks- und Wirkungspotenzial des Werkes zur Geltung gebracht wird.
Was heißt das für das Klavierspiel?
Wenn ich ein Stück gelernt und stabilisiert habe, dann wird meine Aufmerksamkeit frei für die gefühlvolle Gestaltung. Vermutlich erst auf dieser Stufe beginnen wir in der Wahrnehmung die bewusste Gestaltung von Klangfarben zu unterscheiden. Jetzt wird es interessant. Denn nun geht es darum, Gefühle auszudrücken, um sich selbst zu harmonisieren. Das ist ein ganz wesentlicher Mehr-Wert des Musizierens am Klavier.
Zur Rolle der Gefühle Gefühle stehen am Eingang des LernprozessesGleichzeitig sind die Gefühle der Schlüssel zum Lernen. Denn beim Lernen werden die eigentlichen Lerninhalte mit Gefühlen gekoppelt. Diesen Vorgang beschreibt man auch als doppelte Kodierung. Dabei wird der Lerninhalt mit Emotionen aufgeladen und somit für uns erst bedeutungsvoll im Sinne von wertvoll. Umgekehrt bekommt vor diesem Hintergrund das gefühlvolle da ausdrucksstarke Klavierspiel eine besondere Gewichtung. Denn durch die Verknüpfung mit den Emotionen wird der Lernprozess ökonomisiert und damit das Lernen lustvoller da leichter. Indem man diesem Lernweg folgt, erreicht man den Wandel von der Last des Übens hin zur Lust am Spielen. Sie sollten also möglichst frühzeitig mit dem gefühlvollen Klavierspiel beginnen!
Zur Rolle der Gefühle Können ermöglichenWenn man sich alternativ zum Neulernen auf die Wiederholung eines Repertoires konzentriert, erreicht man damit eine höhere Könnensstufe. Das Potenzial einer Lektion lässt sich nur entwickeln, wenn man in die Tiefe der Etüden vordringt. Das betrifft gleichermaßen Ihre Talente als Klavierspieler. Das ausdrucksstarke da gefühlvolle Klavierspiel ist mehr als ein Musikstück lediglich technisch zu spielen.
Zum Genießen Sie Ihr Können Klavier spielen mit GenussFerner übt man durch das Wiederholen eines Repertoires sein Gedächtnis. Gedächtnistraining nennt man heute Gehirn-Jogging. Gleichzeitig trainiert man durch das beidhändige Klavierspiel das motorische Zentrum. Dieser Punkt wird wichtig, wenn der Bewegungsraum im Alter eingeschränkt ist. Die Einschränkung der Bewegungsfähigkeit bedeutet aufgrund der von den Neurologen gefundenen Eigenschaft der nutzungsabhängigen Plastizität unseres Gehirns, dass im Alter das motorische Zentrum mangels Nutzung abgebaut wird. Das Aufrechterhalten des motorischen Zentrums zum Beispiel durch Klavier spielen wird dann elementar wichtig. Klar ist, dass uns der Zugewinn an Lebensjahren nur etwas bringt, wenn wir diese Lebenszeit selbst in geistiger wie körperlicher Fitness eigenbestimmt gestalten können. Bezogen auf unser Gehirn bedeutet das, wir müssen so viel wie möglich der erworbenen Hirnfunktionen so lange wie möglich erhalten.
Zum Genießen Sie Ihr Können Die wichtigste Nebenwirkung: HarmonieKlavierspieler zeichnet aus, dass sie ihre Stimmung nicht nur durch das passive Hören von Musik regulieren. Klavierspieler musizieren aktiv. Das Musizieren ist eine kultivierte Pflege des inneren Dialogs. Beim inneren Dialog kommt es zu einer Spiegelung der in der Musik enthaltenen Emotionen mit den eigenen Empfindungen. Darüber hinaus verleihen Klavierspieler den eigenen Gefühlen über die Musik Ausdruck.
Auf den ersten Stufen der Klavierschule geht es um die Klaviertechnik. Also um das Erlernen der Notenschrift, um die Handarbeit, um die Koordination der linken und rechten Hand, um das Einhalten des Tempos sowie um das Beachten des Rhythmus. Die Fortgeschrittenen bemühen sich auf dieser technischen Basis um den Ausdruck. Auf dieser Stufe geht es um die Darstellung der Gefühle mittels der Gestaltungsmöglichkeiten des Klaviers.
Indem wir unsere Gefühle ausdrücken, reichern wir das jeweilige Stück an. Es wird durch unseren individuellen Ausdruck und somit auch in Abhängigkeit von unserer jeweiligen Stimmung geprägt. Der Ausdruck meiner Gefühle ist die eine Seite des musikalischen Dialogs. Die andere Seite in dem Prozess der Spiegelung ist die emotionale Grundausstattung, die das Werk durch den Komponisten erhalten hat. Folglich ist der von mir so bezeichnete innere Dialog genau genommen ein sehr emotionaler Dialog zwischen dem Klavierspieler und dem Werk des Komponisten. Vermutlich stimmen Sie dabei in Ihrer situativen Verfassung mit der in der Notenschrift fixierten Haltung des Komponisten überein. Beobachten Sie einmal selbst die Auswahl Ihrer Etüden. Wählen Sie eher zu Ihrer jeweiligen Stimmung passende Werke, in denen Sie harmonisch aufgehen können, oder ziehen Sie etwa Werke mit einem erhöhten emotionalen Reibungspotenzial vor?
Grundsätzlich muss man folgendes unterscheiden:
Spätestens als Fortgeschrittener setzen Sie sich also bewusst mit den emotionalen Aspekten des Musizierens auseinander. Mehr oder weniger gezielt erschließen Sie sich dabei die Musik als Medium der Selbstharmonisierung. Musiker spielen sich ganz einfach die Spannungen von der Seele. Klavierspieler erzeugen um sich herum eine Pianosphäre!
Zum Harmonisieren am Piano Gibt es eine Emotionsdidaktik?Ein Stück am Klavier emotional gestalten bedeutet,
Mit anderen Worten: Spielen Sie mit den wesentlichen Variablen Ihrer Stücke und hören Sie in sich hinein, spüren Sie den Veränderungen nach, was sie in Ihnen bewirken. So entdecken Sie Ihre Möglichkeiten, sich am Klavier vielfältig auszudrücken. Gleichzeitig lernen Sie dabei Ihre emotionalen Anlagen kennen. Sie erfahren, was Sie gefühlsmäßig anspricht. Das emotionale Ausdrucksspiel ist eine Form der Selbsterfahrung und es ist das wesentliche Element der Selbstharmonisierung. Seien Sie neugierig auf sich selbst!
Zum Klavierspiel emotional gestalten Kleine Mathematik der Spiel-FreudeLerninhalte werden gespeichert, indem sie mit Emotionen verknüpft werden. Das bedeutet in der Umkehrung, dass beim Erinnern und Anwenden der Lerninhalte immer auch die damit gekoppelten Gefühle abgerufen werden. Daher ist es nachvollziehbar, dass Lernen nur dann wirklich einen Sinn macht, wenn der Lernprozess positiv gestaltet ist. Für uns Klavierspieler dreht es sich konkret um die Spiel-Freude. Mit Spiel-Freude verknüpft verwandelt sich die Last des Übens in die Lust am Spielen! Aus Sicht des Kundendienstes wird die Spiel-Freude technisch durch die folgenden Faktoren ausgelöst:
Das Spiel-Gefühl ist der Eindruck, den Sie beim Spielen bekommen, wenn Sie Ihre Emotionen erfolgreich über die Klaviatur umsetzen können. Ein gutes Spiel-Gefühl tritt ein, wenn Sie aufgrund einer gleichmäßig eingestellten Mechanik eine gute Spiel-Kontrolle haben. Die Gleichmäßigkeit der Mechanik ist die Voraussetzung dafür, dass Sie Bewegungen erfolgreich planen und vor allem vorausplanen können. Wenn hier innerhalb der Tonreihe Unterschiede auftreten, die eine Anpassung erfordern, wird die Flüssigkeit Ihres Klavierspiels erheblich beeinträchtigt.
Zum Spiel-Gefühl Handeln und Rückmeldung bilden eine EinheitKlavier spielen besteht aus einer Vielzahl von Bewegungen. Bewegung setzt sich aus der Sensorik sowie der Motorik zusammen. Motorik ist die Leistung der Muskulatur. Die Sensorik liefert die Informationen über zu erwartende Widerstände, über Positionen der Gliedmaßen und z.B. über die Bewegungsdynamik. Die Sensorik arbeitet mit einer Vielzahl von Rezeptoren. Die für das Klavierspiel wesentlichen Mechanorezeptoren übermitteln an die Muskulatur Informationen des Tast- sowie des Bewegungssinns, also von
Ohne den Rückfluss der Informationen über die Sensorik ist keine gesteuerte Bewegung möglich.
Bei der Bewegungssteuerung kommen die so genannten Spiegelneuronen ins Spiel. Denn eine Bewegung wird als eine Handlung und somit als eine Ganzheit mit einem bestimmten Ziel gespeichert. Die Ganzheit der Handlung wird in kleinere Einheiten aufgeteilt. Wenn wir also eine Handlung ausführen, dann haben wir hinsichtlich des Handlungsziels eine Erwartung. Diese Erwartung bezüglich des Endziels wird ebenso in Teilziele zerlegt. Also eine Bewegung wird in Teilbewegungen zergliedert und jedes dieser Teilziele muss erfüllt werden, damit das Endziel erreicht wird. Die Kontrolle des Erreichens jedes dieser Ziele verrichten die Spiegelneurone. Innerhalb der Motorik werden also ständig eine Vielzahl von Feedbackschleifen ausgeführt, die das Erreichen des erwarteten Bewegungsziels bzw. des erwarteten Handlungsergebnisses sicher stellen. Vor diesem Hintergrund können Sie sich vorstellen, was für ein sensibles Thema die so genannte Spielkontrolle beim Klavier spielen ist.
Zum Spiel-Gefühl Welcher Sinn entwickelt sich zuerst?Die Forschung um den Tastsinn sowie die Haptik ist noch relativ jung. Doch man hat bereits herausgefunden, dass der Tastsinn der erste Sinn ist, der sich beim Embryo entwickelt. Bereits ab der 8.Woche verarbeitet der Embryo Druckinformationen von außen aber auch von innen und entwickelt so ein erstes Körperschema sowie nachfolgend ein Köperbewusstsein. Sie erinnern sich, der Hörsinn entwickelt sich frühestens ab der 24.Schwangerschaftswoche.
Zum Spiel-Gefühl Wie macht die Natur das Wohlgefühl?Kleine und auch große Kinder fühlen sich ganz besonders wohl, wenn sie sich ankuscheln dürfen und gestreichelt werden. Für das Streicheln gibt es in der Haut neben speziellen Berührungsrezeptoren ein eigenes Faser-System (C-Fasern), das ausschließlich langsame Bewegungen von geringer Intensität wahrnimmt und diese Information transportiert. Streicheln führt zur verstärkten Ausschüttung der Hormone Oxytocin und Vasopressin. Oxytocin ist das so genannte Treuehormon und wirkt beruhigend. Vasopressin steuert das männliche Sozialverhalten sowie die mütterliche Fürsorge. Gemeinsam mit dem für unsere Motivation zuständigen Neuro-Transmitter Dopamin stärken diese Hormone Bindungen und lassen Vertrauen wachsen. Gleichzeitig optimieren diese beiden Hormone als Neuro-Modulatoren die Ausgangsbedingungen des dopaminergen Antriebssystems. Das wiederum stärkt letztendlich die Bindung, da ja die Motivation zur Bindung auf diese Art unterstützt wird.
Beim Pianissimo des Klavierspiels streicheln Sie die Tasten. Die wunderbare Wirkung des Wohlgefühls tritt nun sowohl bei den Streichelnden als auch bei den sich den Streicheleinheiten Hingebenden ein, da der Tastsinn ein Dialog-Sinn ist. Das heißt, die Haut Ihrer Finger registriert beim Pianissimospiel die Informationen der langsamen Bewegungen mit geringer Intensität. Es kommt zur verstärkten Ausschüttung der Hormone Oxytocin und Vasopressin. Wir spüren Ruhe, Vertrauen und Geborgenheit. Ganz im Sinne einer Bestätigung schließt sich der Kreis durch die Rückmeldung des zarten Pianoklangs an Ihre Ohren.
So werden Gefühle in uns am Piano sowohl angespielt als auch aus uns heraus gespielt. Denn im Gegensatz zum passiven Hören von Musik werden beim aktiven Musizieren im so genannten inneren Dialog Emotionen sowohl ausgedrückt als auch hörend verarbeitet.
Zum Spiel-Gefühl An der Schnittstelle zwischen Mensch und InstrumentDie Bewegungen unserer Hände erzeugen über die Tasten des Klaviers Musik. Das Spiel-Gefühl betrifft somit die Schnittstelle zwischen unserem Körper und dem Musikinstrument. Die Musik bewirkt in uns das Abschalten des Warnsystems (Amygdala) sowie gleichzeitig das Anschalten des Glückszentrums. Musik wirkt folglich direkt auf das Limbische System, den Sitz unserer Gefühle. Die Frage, ob das Spiel-Gefühl wichtig ist, kann man somit eindeutig mit Ja beantworten.
Zum Spiel-Gefühl Neue PrioritätenWährend früher viele Klavierschüler das Klavier spielen lernen mussten, spielen die meisten Klavierspieler heute für sich selbst. Damit verbunden ist eine Veränderung der Prioritäten. Denn nun wird Harmonie wichtig. Spielen Sie ausschließlich mit Genuss - und der emotionale Ausdruck Ihres Klavierspiels wird sich von ganz alleine einstellen. Vermutlich liegt das in der Richtung, die der Genuss in sich trägt. Beim Genuss öffnet man seine Sinne. In diesem Fall öffnen Sie all Ihre Sinne zum Zweck der Selbstharmonisierung.
Zum Harmonisieren am Piano Gestaltbarkeit - ein weiterer Mehr-Wert des PianofortesMit den Klangfarben betreten wir die Bühne der Pianisten. Für diese Profiliga werden technisch interessante Lösungen angeboten. Darin steckt die Chance für einen innovativen Anbieter, sich mit einem entsprechend attraktiven und bezahlbaren Angebot im Massenmarkt eine gute Position aufzubauen. Denn wie wir am Schluss dieses Kapitels sehen werden, besitzt die Gestaltung der Klangfarben durchaus auch für den Klavierspieler im privaten Bereich ein hohes Kreativ- und Genusspotenzial. Schließlich ist das Thema Klang ja gerade für die musiksensiblen Klavierspieler ein ganz besonderer Mehr-Wert. Ansonsten hätten sie nicht das Piano als Instrument gewählt.
Zur Gestaltung der Klangfarben Kann das Keyboard mehr?Im Wettbewerb der Klangfarben ist das Keyboard dem Klavier eindeutig überlegen. Schließlich kann man am Keyboard ja auch Geige, Gitarre, Flöte oder Trompete spielen, ohne das Instrument wechseln zu müssen. Selbstverständlich kann man am Keyboard diese spezifischen Instrumentenklänge auch miteinander zu ganz neuen, komplexeren Klängen kombinieren. Warum ziehen Sie dennoch das Klavier dem Keyboard vor?
Zur Gestaltung der Klangfarben Es geht um die wahren WerteBeim Klavier besticht der natürliche Ton möglicherweise gepaart mit unserer Urklang-Prägung zugunsten des ohrenfreundlichen Pianoklangs. Die Spielart und somit das Spielgefühl sprechen ebenso für das Klavier. Der Stellenwert der Spielart wird sehr häufig unterschätzt. Die Klaviatur ist die Verbindungsstelle zwischen dem Spieler und der Musik. Noch präziser sind die Tasten die Schnittstelle zwischen unserer inneren Stimmung und deren Ausdruck über das Klavierspiel im so genannten Spielgefühl. Dies beweist eindrucksvoll ein Blick in das Herkunftswörterbuch:
TASTE ist der Griffsteg zum Anschlagen der Saiten eines Saiteninstruments (insbesondere eines Klaviers); Griffbrettchen, das im 18. Jahrhundert aus dem gleichbedeutenden italienischen "tasto" (eigentlich "das Tasten, das Werkzeug zum Tasten") entlehnt wurde.
Für die Spielart am Klavier bedeutet das zum Beispiel, dass die Länge der Taste ein Qualitätskriterium darstellt. Denn je länger die Taste und somit der Hebel zwischen der Mechanik am Ende der Taste und den Fingern der Klavierspieler am Tastenfang ist, umso mehr Möglichkeiten der Feinabstufung werden dem Klavierspieler geboten. Umgekehrt gilt: Je kürzer die Taste, desto geringer ist die Auswahl an Ausdrucksmöglichkeiten über die Differenzierung des Krafteinsatzes.
Zur Gestaltung der Klangfarben Eine Nische, die jeder Klavierspieler für sich entdecken kannDer Klang geht unter die Haut. Folglich interessiert uns die Gestaltung der Klangfarben brennend. Denn alles was unter die Haut geht, berührt uns emotional. Zukünftig werden wir daher in den Konzerten genauer hinhören, die Aufnahmen unserer Vorbilder aufmerksam studieren sowie nach Workshops zur Gestaltung der Klangfarben suchen. Von dieser Entwicklung werden die Pianisten gleichermaßen profitieren. Denn erst ein für die Wahrnehmung der Klangfarben sensibilisiertes Publikum kann die differenzierte Gestaltung der Klangfarben als Leistung entsprechend würdigen!
Zur Gestaltung der Klangfarben Vom Konzert zum EventIm professionellen Bereich dienen die Klangfarben dazu, einen Mehr-Wert zu erzeugen. Die Tatsache, dass der Künstler ein technisch anspruchsvolles Werk auswendig vor Publikum wiedergibt, genügt offensichtlich nicht. Es sind die tausendstel Sekunden, die bei der Formel 1 den Unterschied machen. Beim Klavierkonzert sind dies die Klangfarben, die aufgrund ihrer emotionalen Wirkung über die Platzierung in der Gunst des Publikums entscheiden.
Das kann man insbesondere gut beobachten, wenn die Interpreten die Gestaltung der Klangfarben als kommunikatives Element verstehen. Das setzt voraus, dass die Pianisten den Selbstanspruch besitzen, über die künstlerische Gestaltung des musikalischen Dialogs die Aufmerksamkeit der Zuhörer mit ihrem Vortrag zu verbinden. Der Pianist in seiner Rolle als Botschafter des Komponisten wird so für die Besucher zum Reiseleiter durch die Klangwelt der jeweiligen Komposition. In diesem besonderen Fall bekommen die Klangfarben für die Zuhörer die Funktion eines belebenden Elements. Sie können den Klang förmlich wie den Wind spüren, wenn durch die erfolgreiche Gestaltung der Klangfarben eine Klangsphäre entstanden ist. So streichelt einmal das Pianissimo die Zuhörer wie ein zarter Hauch. Und bei einem plötzlichen Fortissimo spannt das Publikum wie bei einer steifen Brise unwillkürlich die Muskeln an. Dem Publikum scheint sich der Zugang zur synästhetischen Wahrnehmung zu öffnen. Musik wird zwar zu keinem übersinnlichen Erlebnis. Da jedoch beim Wahrnehmen mehrere Sinneskanäle geöffnet sind, können auch gleichzeitig verschiedene Sinne angesprochen werden.
Dieses Wechselspiel der klanglichen Elemente weckt immer wieder die Neugier und lenkt geschickt die Aufmerksamkeit. So wird im Konzert aus dem passiven Hören ein interaktiver Prozess, wenn es zu einem lebendigen Austausch zwischen den durch die Musik ausgelösten eigenen Assoziationen und den in der Komposition angelegten Emotionen kommt. Auf der Grundlage des künstlerisch hochwertigen Vortrags durch den Interpreten wird das Konzert für die Besucher zu einem unvergesslichen Erlebnis. Der Erlebnischarakter ist für die Zuhörer ein Mehr-Wert der Gegenwart, nach dem sich das Publikum sehnt.
Zur Gestaltung der Klangfarben Wie würden Sie Klangfarben definieren?Die Klangfarben setzen sich aus dem Grundton sowie aus den Obertönen zusammen. Je nach technischer Gestaltung der Farbigkeit des Klangs überwiegen entweder der Grundton oder die Obertöne. Ein weiteres Element der Gestaltung der Klangfarben besteht darin, die Komplexität des natürlichen Tons durch die Resonanz nicht angeschlagener Saiten anzureichern. Der Ton wird über die Resonanz in eine Klangsphäre eingebunden und somit neu dimensioniert. So kann der Interpret durch die Gestaltung der Klangfarben die vom Komponisten konzipierte Spannung bzw. Entspannung beim Zuhörer akzentuieren.
Zur Gestaltung der Klangfarben Die klassische Gestaltung von Piano bis ForteDie Klangfarben werden am Klavier im Wesentlichen durch den Anschlag sowie den Einsatz der Pedale gestaltet. Die Gestaltung über den Anschlag ist der klassische Weg der Gestaltung der Klangfarben. Denn schließlich ist unser Klavier ja ein Piano-Forte. Die Variation der Lautheit ist somit das erste Element der Gestaltung durch den Klavierspieler.
Zusammen mit der Lautheit verändert sich auch der Klangcharakter des Tons. Denn die Töne werden beim Klavier erzeugt, indem mit Filz überzogene Hämmerchen gegen die Saiten schlagen. Gute Filzqualität zeichnet sich durch Elastizität aus. Und nur mit einem elastischen Filz lassen sich die Klangfarben über den Anschlag gestalten. Denn aufgrund der Elastizität verformt sich der Filz in Abhängigkeit von der Intensität des Anschlags:
Harter Filz verformt sich nicht bei einem stärkeren Anschlag. Daher kommt es bei einem harten Filz zu einer unschönen Veränderung des Klangs. Man hört beim starken Anschlag eine Art Klirrfaktor. Wenn solche klanglichen Schärfen selbst bei Konzertflügeln mit einem großen Resonanzkörper auftreten, ist das ein deutlicher Hinweis auf den Verursacher der Störung, nämlich auf die mangelnde Elastizität des Filzes der Hammerköpfe.
Zur Gestaltung der Klangfarben Resonanzen erzeugenDurch den Einsatz der Pedale kann vordergründig die Gestaltung des Anschlags unterstützt werden. Also wird der leichte Anschlag durch den Einsatz des linken Pedals und umgekehrt der laute Anschlag durch das rechte Pedal zusätzlich differenziert. Aufgrund dieser ursächlichen Verbindung ist man logischerweise dazu verführt, das linke Pedal Piano-Pedal und das rechte Pedal Forte-Pedal zu nennen. Jedoch kann man über den Einsatz der Pedale auch Resonanzen erzeugen und damit den Klang auf eine ganz eigene Art anreichern. Daher nennt man das rechte Pedal auch Haltepedal, da das Halten der Dämpfung nicht nur die zeitliche Dauer des Tons verlängert sowie die Lautheit verstärkt, sondern eben auch die anderen Saiten zum Mitschwingen freigibt.
Zur Gestaltung der Klangfarben Piano ist nicht gleich PianoBeim linken Pedal gibt es technische Unterschiede. Diese haben sich im Verlauf der vergangenen 100 Jahre auf das Klavier bzw. auf den Flügel konzentriert. Es handelt sich um die beiden folgenden Lösungen:
Ferner gibt es vor allem beim Flügel das so genannte Sostenuto-Pedal. Das ist am Flügel als drittes Pedal realisiert. Hierbei werden nur die Dämpfer der Töne gehalten, die gerade angeschlagen worden sind. Alle anderen Dämpfer bleiben auf den Saiten liegen. Das Gegenstück ist das so genannte Harmonie-Pedal, das man beim Flügel als viertes Pedal antreffen kann. Bei dessen Einsatz werden umgekehrt die Dämpfer der Töne abgehoben, die gerade nicht angeschlagen worden sind. Ziel dieser beiden Varianten ist es, ganz spezifische Resonanzen zu erzeugen, die mit dem Einsatz des normalen rechten Haltepedals nicht erreicht werden können.
Zur Gestaltung der Klangfarben Das Piano - ein Gefühls-Ausdrucks-WerkzeugDas Piano dient uns zum persönlichen Ausgleich. Musiksensible Menschen wollen ihre inneren Spannungen durch das Musizieren ausdrücken und diese je nach Anforderung regulieren können. Diesen Prozess nennt man Mood-Management. Es geht um die Regulierung der eigenen Stimmung (= Mood). So wie unsere Empfindungen und Gefühle nicht nur aus zwei Gegensätzen bestehen, möchten wir diese dann auch vielfältig über das Klavier ansprechen können. Dafür wäre es wünschenswert, wenn wir bessere Gestaltungsmöglichkeiten angeboten bekämen. Ganz im Sinne des Themas "Musik ist die Sprache der Gefühle" erwarten die Klavierspieler von der Industrie daher ein Klavier als Instrument zur differenzierten Gestaltung des inneren Dialogs!
Diesem Ziel kommen Sie einen Schritt näher, wenn Sie sich beim Neukauf für ein Klavier z.B. mit der Verschiebe-Technik beim Piano-Pedal entscheiden. Denn zum einen hören Sie dann auch den Unterschied in der Lautstärke. Und zum anderen bleibt beim leisen Spiel das Tastengewicht und somit die Spielart gleich. Bei der Verkürzung des Hammerwegs wird nämlich die Spielart beim Leisespielen leichter und somit vergleichsweise anders. Diese Veränderung stört Ihren Spielfluss und führt eher zu einer Anspannung als zu der erwünschten Entspannung.
Zur Gestaltung der Klangfarben Wie schon heute Lernen funktionieren kannVor allem für Anfänger ist es wichtig, den Einstieg möglichst leicht zu gestalten. Denn die beste Motivation ist der Erfolg! Daher sind insbesondere für Einsteiger technische Hilfen wertvoll, die den Erfolg schon bei den ersten Schritten garantieren, indem sie die Komplexität reduzieren. So können technische Hilfen das bereits bestehende Unterrichtssystem sinnvoll ergänzen.
Zur Leuchttastenschule Was ist Programmiertes Lernen?Bereits seit einigen Jahren werden Keyboards angeboten, die das so genannte Programmierte Lernen ermöglichen. Diese preisgünstigen Instrumente sind mit einer so genannten Leuchttastenschule ausgerüstet. Der Name der Methode gibt den Hinweis darauf, was hier stattfindet. Es leuchtet nämlich immer die als nächstes zu drückende Taste auf. Mit Hilfe dieser Technik eröffnen sich Ihnen die folgenden Möglichkeiten:
Von dieser Methode hörte ich das erste Mal anlässlich eines Vortrags von Frau Vera F.Birkenbihl. Da ich offensichtlich zu den Menschen gehöre, die gerne unabhängig lernen, hat mich diese Technologie interessiert. Meine Informationen ergaben, dass es diese Keyboards bereits unter 300.- Euro gab. Allerdings nur mit 5 Oktaven. Trotzdem war ich neugierig. Meine Versuche ergaben: Die Methode funktioniert!
Zur Leuchttastenschule Üben erfordert ein tolerantes Umfeld - oder moderne TechnikVon den Klavierherstellern kann man bei jeder Gelegenheit hören, dass die Klavierspieler konservativ seien. Daraus schließt man, dass die Kunden keine Veränderung wünschen. Doch der weltweit größte Klavierproduzent verkauft bereits ein Drittel aller Klaviere mit eingebauter Elektronik!
Beim Üben kommt es naturgemäß dazu, dass Sie bestimmte Passagen häufiger wiederholen müssen. Nun kommt es darauf an, wie tolerant Ihr privates Umfeld zum Üben eingestellt ist. Daher gibt es hierfür zwei unterschiedliche Lärmschutzmaßnahmen:
Diese Systeme sind sicher eine Überlegung wert. In beiden Fällen verändert sich der Anschlag etwas. Wie stark diese Veränderung ist, und ob dabei Ihr persönlicher Toleranzbereich überschritten wird, sollten Sie vor dem Kauf selbst vergleichen.
Zum Lautlos üben Mangelnde Qualität lässt auf mangelnde Ernsthaftigkeit schließenIm Übrigen habe ich die Feststellung gemacht, dass es bei den Stummschaltungen verschiedene elektronische Systeme gibt. Diese unterscheiden sich erheblich in der Klangqualität. Das ist vor allem in den unteren sowie oberen Oktaven feststellbar. Hier kommt es teilweise zu einem Nachlassen der Lautstärke. Ebenso kann es bei einem starken Anschlag in der Elektronik zu einem krachenden Übersteuern kommen. Diese möglichen Schwachpunkte sollten Sie vor dem Kauf überprüfen.
Zum Lautlos üben Von der Natur auf Nachahmen angelegtDie wohl anspruchsvollste Technologie wurde bereits 1985 von der Firma Bösendorfer in Zusammenarbeit mit einem Spezialisten sowie einem Institut in Nordamerika entwickelt. Mittlerweile ist das System von der Technischen Universität Wien wesentlich verbessert worden. Es handelt sich um ein so genanntes Selbst-Spiel-System namens CEUS. Selbstspieler sind als Lernhilfe eigentlich nicht erwähnenswert, da sie einem das Spielen und folglich das Lernen komplett abnehmen. Doch dieses System kann sogar die Spielart des Klavierspielers bzw. Pianisten aufzeichnen. Das besondere liegt nun daran, dass Sie auf diesem Weg die großen Pianistinnen und Pianisten zum Hauskonzert zu sich ins Wohnzimmer einladen können. Vorausgesetzt es gibt von diesen Künstlern die entsprechenden Aufzeichnungen. Anhand dieser Aufnahmen könnten Sie nun quasi am Original vergleichen, wie diese Künstler eine Passage emotional zum Ausdruck und somit die Zuhörer zum Mitschwingen bringen. Daher wird diese Variante des Systems, also der eigentliche Selbstspieler, auch als Reproduktionsklavier bezeichnet.
Zum Originale studieren Lernen - kinderleicht!Über den Vergleich zwischen der eigenen Ausführung und dem Original wird der Lern-Transfer ermöglicht. Lernen durch Nachahmen. Von erfolgreichen Vorbildern zu lernen, ist eine alte und weit verbreitete Methode! Auch bei diesem Lernweg spielt der Erfolg wieder eine entscheidende Rolle. Denn beim Lernen durch Imitation studiert man die erfolgreiche Lösung eines Problems. Das Lernen durch Nachahmen, das die alten Griechen Mimesis nannten, ist also eine Möglichkeit, schneller auf die Erfolgsspur zu gelangen. Selbstverständlich ist das Kopieren nicht das Gleiche, wie das Finden der Lösung eines Problems. Die Frage ist jedoch, wie viel Zeit man dafür übrig hat, die Kunst des ausdrucksstarken da gefühlvollen Klavierspiels zu entwickeln, um sich anschließend darüber erfolgreich harmonisieren zu können! Im Wesentlichen geht es doch in der Musikpädagogik darum, der Musik als Sprache unserer Gefühle die Türen zu öffnen! Bislang ist der Glaube noch weit verbreitet, dass diese Stufe des Musizierens einer sehr kleinen Elite vorbehalten sei. Das Gegenteil lässt sich ganz einfach beweisen:
Verlagern Sie ab heute den Schwerpunkt auf den Ausdruck Ihrer Gefühle - und Sie erleben sofort das Musizieren in einer neuen Dimension!
Zum Originale studieren Zukunftstauglichkeit heißt Lernfähigkeit!Die Wirksamkeit des Lernens lebt von der Rückmeldung. Optimal ist eine Rückmeldung dann, wenn sie schnellstmöglich nach der Ausführung wiedergegeben werden kann. Die Wirksamkeit der Rückmeldung wird ferner davon bestimmt, wie groß die Übereinstimmung zwischen der Ausführung und der Aufzeichnung ist. Beide Punkte sind bei einem zum aufzeichnungsfähigen Selbstspieler ausgerüsteten Instrument gegeben. Hierbei handelt es sich um die aktive Variante des soeben vorgestellten quasi passiven Reproduktionsklaviers, nämlich dem Kompositionsinstrument.
Zum Optimalen Lernen Musik wirkt ganzheitlichGrundsätzlich geht es beim Lernen des Musizierens um die Entwicklung des so genannten Innenbildes. Die Neurologen sprechen von der Entwicklung einer inneren Repräsentanz der hörbaren Töne. Doch wie bei einer körperlichen Bewegung ist die Wiedergabe einer Komposition ein Phänomen, das mehr ist als die Summe seiner Einzelteile. Das wird bei der Interpretation deutlich. Zusätzlich zu der Melodie und dem Rhythmus kommen zum Beispiel das Tempo, die Dynamik, die Akzentuierung sowie die Gestaltung der Klangfarben als Elemente des emotionalen Ausdrucks.
Zum Optimalen Lernen Das Flaschenhalsmodell der Informationsverarbeitung erfordert eine RollenteilungInsbesondere für den professionellen Pianisten geht es um die Wirkung, die er beim Zuhörer erreichen kann. Daher ist es vorteilhaft, wenn er die Gelegenheit erhält, sich die soeben gespielte Passage von der gleichen Klangquelle mit seiner eigenen Spielart anhören zu können. Mit einem zum aufzeichnungsfähigen Selbstspieler ausgerüsteten Instrument wird es möglich, mal eben schnell die Rollen zu wechseln.
Zum Optimalen Lernen Hirnforscher liefern den BeweisSie werden jetzt vielleicht einwenden, dass man sich als Klavierspieler doch selbst hört. Da haben Sie schon Recht. Natürlich höre ich mich selbst, wenn ich spiele. Aber wie die von Neurologen erstellten Aufnahmen aus dem Hirnscanner eindrucksvoll nachweisen, ist beim Hören mehr Gehirn beteiligt, wenn ich nicht durch die Aufgabe des Spielens abgelenkt bin. Pianisten hören ihr eigenes Spiel aufgrund der so genannten fokussierten Aufmerksamkeit folglich anders als das Publikum. Gerade aufgrund dieses Unterschieds ist die Rückmeldung verbunden mit dem Rollenwechsel für professionelle Pianisten wichtig, wenn es ihnen um die Feinabstimmung der Wirkung ihres Vortrags geht. Na und für den Klavierspieler ist es mindestens genauso interessant, ob sich das Stück tatsächlich so anhört, wie man glaubt, es zu spielen. Lerntechnisch gesehen handelt es sich in beiden Fällen um eine kybernetische Schleife mit einem Ist-Soll-Vergleich. Dieser Vergleich wird erst durch die wirkungsvolle da zeitnahe und klanglich-dynamisch identische Rückmeldung möglich.
Zum Optimalen Lernen Musizierend das Lernen lernenDa es den Herstellern darum geht, einen Mehr-Wert zu schaffen, der einen möglichst hohen Preis erzielt, begrenzt man sich nicht auf den Prozess der Rückmeldung beim Lernprozess. Vielmehr erweitert man das Spektrum auf den anspruchsvollen Kreativprozess des Komponierens und vermarktet die Technologie daher bislang exklusiv als Kompositionsinstrument. Das führt zu aufwendigen Untersuchungen, mittels derer Professor Gerhard Widmer vom Institut für Computational Perception an der Johannes Kepler Universität Linz und Wittgenstein-Preisträger 2009 beweist, dass der Computerflügel CEUS das ausdrucksstarke Spielen lernen kann. Möglicherweise arbeitet Professor Widmer mit seinem Team bereits daran, das Klavier konsequent zu einem optimalen Lernwerkzeug zu entwickeln. Das wäre ein wünschenswertes Ziel, denn darin sehe ich die große Chance, die uns das Musizieren als einen weiteren Nebeneffekt bietet, nämlich das Lernen zu lernen.
An das Piano als Lernwerkzeug hätte ich die Erwartungshaltung, dass es mich auf diesem Weg interaktiv unterstützt. Denn letztendlich geht es ja darum, nicht dem Computer sondern dem Menschen die hohe Kunst der Interpretation zu vermitteln!
Zum Optimalen Lernen Gewinn garantiert!Dabei stellt sich lediglich die Frage, wie man Gewinn definiert. In diesem Fall könnte der entsprechend innovative Hersteller zusätzlich zu dem finanziellen Gewinn auf dem freien Markt eine Spitzenposition erobern bzw. ausbauen. Schließlich handelt es sich mit diesem Lernwerkzeug um eine echte Zukunftstechnologie. Ferner besteht die Möglichkeit, einen hohen moralischen Gewinn zu verbuchen, indem man dem Massenmarkt den Zugang zu diesen Lerntechnologien öffnet. Werbetechnisch gesehen steckt in diesem Thema ein gigantischer Lustfaktor und somit ein schier unschlagbares Kaufmotiv, das über die bisherigen Klavierspieler hinaus zahlreiche neue Interessenten magnetisch anziehen wird. Durch die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten des Lernprozesses sowie die Wirksamkeit der Rückmeldungen ist der Erfolg für den Anwender garantiert. Und genau darin steckt der Lust-Faktor: Denn jeder von uns hat doch Lust auf Erfolg!
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